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Materialentwicklung

Radsätze gehören zu den am höchsten belasteten Komponenten eines Schienenfahrzeugs. Insbesondere betrifft dies die mannigfaltigen Aufgaben, die sie erfüllen müssen. Radsätze tragen das Fahrzeuggewicht, sorgen für die Führung des Fahrzeugs im Gleis und sie übertragen Antriebs- und Bremskräfte auf die Schiene.

Entsprechend vielfältig sind die Anforderungen, die je nach Einsatzzweck an Räder bzw. Radwerkstoffe gestellt werden, z. B.:
  • hohe Festigkeit, hohe Duktilität und Zähigkeit
  • hohe Dauerfestigkeit und großer Widerstand gegen Rollkontaktermüdung
  • hoher Schwellenwert bezüglich Rissbildung und geringer Rissfortschritt
  • hoher Widerstand gegen thermische Ermüdung und Thermoschockbeständigkeit
  • hohe Warmfestigkeit und geringe Neigung zu Gefügeumwandlungen
  • geringer Verschleiß
  • optimaler Eigenspannungszustand
  • Ausbildung definierter Werkstoffeigenschaften der verschiedenen Funktionsbereiche des Rades
Die ständig zunehmenden Werkstoffbeanspruchungen, zum Beispiel infolge steigender Achslasten, wachsender Geschwindigkeiten sowie zunehmender Beschleunigungs- und Bremskräfte, verlangen nach immer leistungsfähigeren Materialien. Diesen Anforderungen tragen wir durch stetige Optimierung der eingesetzten Werkstoffe und ihrer Bearbeitungsverfahren Rechnung. Zudem entwickelt der Bochumer Verein kontinuierlich neue Werkstoffe und bietet seit vielen Jahren erfolgreich Werkssondergüten für besondere Anwendungen an.
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