Der Bochumer Verein verdankt seine Gründung einer Erfindung des Bochumers Jacob Mayer. Er entwickelte eine Methode, mit der Stahl als fertiges Werkstück zu vergießen war, und gründete eine Firma, um die auf diese Weise hergestellten neuen Produkte zu vermarkten.
Berühmt wurde sie anfangs durch ihre Gussstahlglocken. Seitdem hat der Bochumer Verein eine lange wechselvolle Geschichte, mehrere Besitzer, viele Erweiterungen und Aufspaltungen sowie eine Reihe von Namen erlebt. Im Jahre 1998 wurde ihm schließlich sein eigenwillig-charakteristischer historischer Name wiedergegeben und damit ein Bezug zu der innovativen Geschichte der vergangenen Jahrzehnte hergestellt.
Zeittafel 1841-1859
1841
Jacob Mayer glückt der erste Versuch mit Stahlformguss
1842 Gründung der Gußstahlfabrik Mayer & Kühne
1844
Aufnahme der Gussstahlherstellung
1850
Patentgesuch für den von Jacob Mayer erfundenen Stahlformguß
1852
Erste Ausstellung von sechs Gussstahlglocken auf der Düsseldorfer Provinzial- und Gewerbeausstellung
1853
Patent für Alfred Krupp zur Herstellung von nahtlos geschmiedeten Radreifen aus Tiegelstahl
1854
Gründung der Aktiengesellschaft Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation
1855
Große "goldene Medaille" der Pariser Weltausstellung für die Erfindung des Stahlformgusses
1857-1859
Schwere Hämmer, Bandagenwalzwerk 1, Radsatz- und
Achsendreherei, erste Gasbeleuchtung