Materialentwicklung

Gute Räder bestehen zu einem Drittel aus Stahl. Und zu zwei Dritteln aus Erfahrung.

„Das Geheimnis eines guten Rades liegt im Werkstoff und seinen Eigenschaften. Und natürlich in seiner Herstellung. Beides – Werkstoffentwicklung und Produktionsprozess – sind bei uns praktisch eins. Also kein Entwickeln am Schreibtisch auf dem Papier und dann erst Produzieren, also Schmieden/Walzen, Wärmebehandeln und Bearbeiten. Sondern tatsächlich seit jeher ein Prozess, bei dem sich Theorie und praktische Umsetzung beeinflussen und korrigieren. Das kostet natürlich Zeit und Geld – aber die Ergebnisse sind es wert.“

 

Weiterentwicklung von Normstählen

Know-how und Erfahrung sind – neben dem Werkstoff – der Schlüssel zur Lebensdauer, d.h. der Laufleistung der Räder. Die Königsdisziplin ist dabei die Optimierung gängiger Werkstoffe innerhalb bestehender Normen. Das vereinfacht die Zulassung und bringt Vorteile auf dem Niveau mancher Neuentwicklung.

Das CRRC-Hochgeschwindigkeitsrad als Beispiel

  • Beispiel China-Rad, Weiterentwicklung von xxxxx
  • Ergebnis: xxxx
  • Weitere Vorhaben: xxx
  • Beispiele Vergangenheit: xxxx

Material-Neuentwicklung

Material-Neuentwicklungen sind umfassende Forschungsvorhaben – immer in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Sie bieten sich insbesondere dort an, wo Normgrenzen enger gezogen werden und neue Aufgaben neue Lösungen erfordern. Ein Beispiel:

Kundenanforderung: Über 40 Tonnen pro Radsatz im Dauerbetrieb

OEMs und Betreiber erwarten zunehmend hochfeste, laufleistungsstarke und ermüdungsresistente Schwerlast-Radsätze für Lasten jenseits 40 t pro Radsatz, die sich auch bei Lasten unter 30 t wirtschaftlich einsetzen lassen. Da die gängigen Werkstoffe, wie z.B. Class C nach AAR schon bei Lasten ab 30 t deutliche Schädigungen der Radlaufflächen zeigen, haben wir – gemeinsam mit den Kunden – einen Spezialstahl entwickelt.

BVV-Lösung: Unser mikrolegierter Stahl mit Niob

Wir haben uns nach intensiven Versuchsreihen für eine Mikrolegierung mit Niob entschieden. Niob, ein seltenes Schwermetall, ist mit seiner außergewöhnlichen Affinität zu Kohlenstoff ideal zur Bildung einer hochfesten Legierung mit feinkörniger bainitisch-perlitischenr Mikrostruktur.

Diese Niob-Mikrolegierung erfüllt sämtliche AAR Class D-Kriterien hinsichtlich Härte, Bruchzähigkeit, Festigkeitseigenschaften und Ermüdungsresistenz. Daraus schmieden wir dann die laufleistungsstarken und verschleißbeständigen Räder, die die Waggons belastbarer und den Güterverkehr wirtschaftlicher machen.